Stabilitätsgesetz (seit 01.04.2012)

 

Die Spekulationsfrist bei Veräußerung von Immobilien wird abgeschafft. Bisher war es so, dass Immobilien, die sich mindestens 2 bzw. 10 Jahre im Besitz und der Nutzung des Eigentümers befunden haben, von der Spekulationssteuer ausgenommen waren. Es gilt nun eine Besteuerung von Immobilien, die vor dem 1. April 2012 angeschafft worden sind, in Höhe von 3,5% bzw. bei Umwidmungen von Baugründen 15% vom Verkaufserlös. Der Wertzuwachs aus dem Verkauf von Immobilien, die nach dem 1.4.2012 angeschaftt worden sind, wird mit 25% besteuert. Ausgenommen davon sind Einkünfte aus Grundstücksveräußerungen, die als Hauptwohnsitz gedient haben (mindestens 2 Jahre durchgehend ab Anschaffung oder innerhalb der letzen zehn Jahre mindestens 5 Jahre durchgehend) und selbst hergestellet Gebäude betreffen, sofern diese nicht vermietet waren. Weitergehende Details erörtere ich gerne persönlich mit Ihnen.

 

Neuerungen ab 01.01.2016

 

Die Immobilienertragssteuer wird für Veräußerungen ab dem 01.01.2016 von 25% auf 30% angehoben (ausgenommen bei Körperschaften und Privatstiftungen. Zusätzlich der Inflationsabschlag zur Gänze entfallen.

 

 

Ehegattenwohnungen werden begünstigt

 

Wohnungen von bis zu 150m² sollen bei Erwerb unter Lebenden bzw. den Erwerb von Todes wegen (durch den Partner, Ehegatten) steuerfrei belassen werden. Künftig soll ur der 150m² überschreitende Teil der Grunderwerbssteuer unterliegen.

 

 

Neue Zusammenrechnung

 

Hierbei werden für die Ermittlung des anzuwendenden Steuersatzes die Erwerbe zwischen denselben natürlichen Personen innerhalb der letzten 5 Jahre zusammengerechnet.



Verlustausgleich


Im außerbetrieblichen Bereich wird zusätzlich zur Verrechnungsmöglichkeit von 60% eines Veräußerungsverlustes mit (anderen) Mieteinkünften auch eine Verteilung von 60% des Verlustes auf 15 Jahre auf Antrag möglich sein.